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HOAI.de - Forum : Allgemeines : Prüfung der Werkstattpläne LP 5 oder 8
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Beitrag von Nachricht
mhwagner
Level: Jr. Member
Beiträge: 1
Registriert seit: 24.08.2010
IP: Logged
icon Prüfung der Werkstattpläne LP 5 oder 8

Guten Tag,

wenn die Standfardleistungen der HOAI als Vertragsgrundlage dienen, ist die Prüfung der Werkstattpläne der ausführenden Firmen Teil der Leistungsphase 5 oder 8.

Hintergrund ist dass der Architekt nur bis zur Phase 5 beauftragt wurde.

LP5: d) Erarbeitung der Grundlagen für die anderen an der Planung fachlich Beteiligten und Integrierung ihrer Beiträge bis zur ausführungsreifen Lösung.

LP8: a)Überwachung der Ausführung des Objekts auf Übereinstimmung mit der Baugenehmigung oder Zustimmung, den Ausführungsplänen und ...

24.08.2010 at 13:35 Uhr
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fdoell
Level: Moderator
Beiträge: 1783
Registriert seit: 10.01.2003
IP: Logged
icon Re: Prüfung der Werkstattpläne LP 5 oder 8

Die Ausführungspläne (häufig auch Werkpläne genannt) erstellt der Erbringer der Lph. 5.

Was der ausführende Unternehmer an Werkstattplänen liefet, richtet sich nach der Art der Leistung und den im Bauvertrag geforderten Leistungen. Mögliche Leistungen siehe z.B. http://www.hoai.de/forum/viewtopic.php?TopicID=1054&page=0#3835.

Werkstattpläne dienen der internen Arbeitsvorbereitung des ausführenden Unternehmers. Auf Basis der Ausführungsplanung erstellt er Anweisungen, welche für seine Mitarbeiter unter Berücksichtigung vorhandener Maschinen und Geräte, der Baustellenbedingungen, vorgesehener Einbauteile usw. Anweisungen zur Vorfertigung von Bauteilen usw. liefern. Zur Sicherheit - falls etwas nicht mit den Ausführungsgrundlagen übereinstimmen sollte, ist es natürlich einfacher, die Pläne zu ändern als das fertig montierte Bauteil - kann er diese im Rahmen der Bauüberwachung vor Durchführung der Arbeiten prüfen lassen. Wenn (!) dann nach geprüften Werkstattplänen gebaut wird, gibt es bei der Überwachung der Bauausführung (Grundleistung in Lph. 8) dann seltener Überraschungen. Bei einigen Gewerken ist die Erstellung von Werkstattplänen sogar als Nebenleistung zur Freigabe vor der Bauausführung nach DIN-Normen vorgeschrieben, siehe Link oben.

Die Prüfung der Werkstattzeichnungen hilft also Fehler und Zeitverzug zu vermeiden bzw. ist Teil des Herstellungsprozesses nach DIN-Normen und gehört deshalb zur Grundleistung in Lph. 8.

____________________________
Herzliche Grüße
Friedhelm Doell
Beratender Ingenieur
HOAI-Sachverständiger
www.doellconsult.de

25.08.2010 at 00:12 Uhr
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Reino Seipel
Level: Jr. Member
Beiträge: 1
Registriert seit: 03.02.2016
IP: Logged
icon Re: Prüfung der Werkstattpläne LP 5 oder 8

Hat sich da etwas seit 2010
geändert, oder verstehe ich dort etwas falsch:
Im Text der HOAI finde ich keine Passus, der besagt, dass die Prüfung von Werkstattplänen der Unternehmer eine Grundleistung in irgendeiner Leistungsphase ist.
Im Gegenteil. In den besonderen Leistungen der LPH 5 ist erwähnt:
- Prüfen der vom bauausführenden Unternehmen auf Grund der Leistungsbeschreibung mit Leistungsprogramm ausgearbeiteten Ausführungspläne auf Übereinstimmung mit der Entwurfsplanung

sowie

- Prüfen und Anerkennen von Plänen Dritter, nicht an der Planung fachlich Beteiligter auf Übereinstimmung mit den Ausführungsplänen (zum Beispiel Werkstattzeichnungen von Unternehmen, Aufstellungs- und Fundamentpläne nutzungsspezifischer oder betriebstechnischer Anlagen), soweit die Leistungen Anlagen betreffen, die in den anrechenbaren Kosten nicht erfasst sind.

Dass die Prüfung des Objekts zu den Grundleistungen gehört ist unbestritten, nicht aber die Prüfung der Pläne der ausführenden Unternehmer.

03.02.2016 at 21:07 Uhr
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fdoell
Level: Moderator
Beiträge: 1783
Registriert seit: 10.01.2003
IP: Logged
icon Re: Prüfung der Werkstattpläne LP 5 oder 8

Guten Tag,

es hat sich in der Tat etwas verändert von der HOAI 2009 zur HOAI 2013. Dabei ist nun fallweise zwischen Werkstattplänen und Montageplänen zu unterscheiden. Im Einzelnen:

Die Erstellung von Werkstatt- oder Montageplänen ist in keinem Leistungsbild und keiner HOAI-Fassung Grundleistung. In der Tragwerksplanung kennt die HOAI (in den Fassungen 1996/2002, 2009 und 2013) das Erstellen von Werkstattplänen im Stahl- und Holzbau und das Erstellen von Elementplänen im Stahlbetonbau als Besondere Leistung.

Das Prüfen der Werkstatt- und Montagepläne ist nach Leistungsbild und HOAI-Fassung differenziert zu sehen:

Die HOAI 2009 (wie auch schon die HOAI 1996/2002) kennt das Prüfen und Anerkennen von Plänen Dritter, nicht an der Planung Beteiligter bei der Gebäudeplanung (sowie bei Raumbildenden Ausbauten und Freianlagen) als Besondere Leistung, wenn es um Maßnahmen geht, die nicht zu den anrechenbaren Kosten des Gebäudeplaners zählen. Das ist z.B. der Fall, wenn in einem Gebäude Maschinen aufgestellt werden, die der Gebäudeplaner weder plant noch überwacht, deren Fundamentpläne aber zu den eigenen passen müssen. Da der Gebäudeplaner für diese fremden Fundamente keine Honorierung über anrechenbare Kosten erhält, ist das Prüfen Besondere Leistung.

Auch die Werkstattzeichnungen von Unternehmen zu Bauteilen, deren Kosten nicht anrechenbar sind, nennt die HOAI 2009 in diesem Zusammenhang als Beispiel.

Ich würde das jedoch – wie oben geschrieben – unterscheiden von Maßnahmen, der zur eigenen Planung gehören und dort zumindest bei Gewerken, bei denen es zu den allgemein anerkannten Regeln der Technik und zur DIN-gemäßen Ausführung gehört, dass Werkstattzeichnungen vor Ausführung durch den Unternehmer zu erstellen und durch den Auftraggeber freizugeben sind (z.B. im Metallbau, siehe Link), die Prüfung als Grundleistung sehen. Bei Maßnahmen, die zur eigenen Planung gehören und bei denen das Erstellen und Freigeben lassen von Werkstattplanungen nicht in den Normen als Grundleistung des Unternehmers aufgeführt ist, dürften solche Pläne i.d.R. auch nicht erstellt werden, wenn aber doch, ist meine Empfehlung, sie statt erst des fertigen Bauteils auf der Baustelle zu prüfen (sieh Blogbeitrag oben).

Bei Bauteilen, die nicht zur eigenen Planung gehören und daher nicht über anrechenbare Kosten im eigenen Honorar bedacht werden, bleibt es natürlich bei der Besonderen Leistung nach HOAI.

Über Montagepläne in der Gebäudeplanung spricht die HOAI 2009 nicht explizit, ich würde diese aber genauso differenzieren nach solchen für Bauteile der eigenen Planung (siehe hierzu die Ausführungen zur HOAI 2013) und solchen Dritter, für die keine anrechenbaren Kosten ein Honorar definieren.

Die HOAI 2013 bringt bei der Gebäudeplanung (und bei Innenräumen) eine explizite Änderung oder eigentlich Ergänzung: das Prüfen erforderlicher Montagepläne der vom Objektplaner geplanten Baukonstruktionen und baukonstruktiven Einbauten auf Übereinstimmung mit der Ausführungsplanung ist nun Grundleistung. Das Prüfen von Plänen (z.B. Werkstattzeichnungen) Dritter zu Bauteilen, deren Kosten nicht anrechenbar sind, bleibt weiterhin Besondere Leistung wie zuvor.

Die Werkstattzeichnungen für Bauteile der eigenen Planung sind weiterhin nicht erwähnt; ich würde den Umgang damit wie zuvor beschrieben handhaben.

Bei der Technischen Ausrüstung sieht die Situation anders aus, da hier regelmäßig von den ausführenden Unternehmen sowohl Werkstatt- als auch Montagepläne erstellt werden.

Die HOAI 2009 benannte das Prüfen der Werkstatt- und Montageplanung auf Übereinstimmung mit der Planung komplett als Besondere Leistung (wie auch bereits die HOAI 1996/2002). In der HOAI 2013 ist dies nun komplett Grundleistung geworden. Da diese Leistung regelmäßig anfällt, erschien es wohl einfacher, sie zur Grundleistung zu erklären und das Honorar dafür entsprechend anzupassen (nach § 55 Abs. 2 HOAI gibt es dafür 4% des Grundhonorars), um ständige Diskussionen über die Höhe der Vergütung als Besondere Leistung zu vermeiden.


____________________________
Herzliche Grüße
Friedhelm Doell
Beratender Ingenieur
HOAI-Sachverständiger
www.doellconsult.de

04.02.2016 at 08:29 Uhr
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