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HOAI.de - Forum : Anwendungsbereich der HOAI : "Mindesthonorar" bei Vereinbarung von Zuschlägen
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Beitrag von Nachricht
skeptiker
Level: Jr. Member
Beiträge: 6
Registriert seit: 16.12.2009
IP: Logged
icon "Mindesthonorar" bei Vereinbarung von Zuschlägen

Auch mit einem zu einem "Pauschalhonorar" geschlossenen Architektenvertrag darf (unter bestimmten Umstände)n die Höhe des "Mindesthonorars" nach HOAI nicht unterschritten werden.

Errechnet sich dieses "Mindesthonorar" bei vertraglich vereinbarter / n

- Honorarzone mit Spanneneinordnung
- Leistungsphasen
- Umbauzuschlag
- Nebenkosten

aus all diesen Faktoren bei der Spanneneinordnung "unten" oder anders?

Es geht hier nur um die Frage nach der Berechnungsart, nicht darum, ob alle Voraussetzungen für das höhere Mindesthonorar gegeben sind.

18.06.2015 at 00:50 Uhr
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fdoell
Level: Moderator
Beiträge: 1828
Registriert seit: 10.01.2003
IP: Logged
icon Re: "Mindesthonorar" bei Vereinbarung von Zuschlägen

Die Frage ist nicht ganz klar, denn wenn die genannten Parameter vereinbart wurden, gibt es ja kein Pauschalhonorar.

Es gilt: ein anders als über Tabellenwerte der HOAI berechnetes Honorar (also z.B. ein pauschales, eines nach Stunden usw.) muss der Inhaltskontrolle nach § 7 Abs. 1 genügen.

Anhand der zutreffenden Honorarzone muss also der Mindestsatz und der Höchstsatz aus den Tabellen des betreffenden Leistungsbilds auf Grundlage der Kostenberechnung oder, falls diese nicht vorliegt, auf Grundlage der Kostenschätzung ermittelt werden.

Dann muss das Grundhonorar der Tabellen mit dem Teilleistungsprozentsatz der erbachten Grundleistungen mulitpliziert werden.

Handelt es sich um einen Umbau, gelten ggf. schriftlich vereinbarte Umbauzuschläge, sonst die nach § 6 Abs. 2 als vereinbart geltenden Umbauzuschläge (also 0 % oder ab mittlerem Schwierigkeitsgrad 20%).

Nebenkosten können z.B. mit einem festen Wert oder Prozentsatz des Honorars vergütet werden (oder darauf verzichtet werden), wenn dies nach § 14 Abs. 3 bei Auftragserteilung schrifltich vereinbart wurde. Sonst sind sie auf Nachweis zu erstatten.

Berechnet man mit diesen Randbedingungen die zulässige Vergütungsspanne, kann man diese dann mit dem Pauschalhonorar vergleichen.

Dieses darf nicht nur "unter besonderen Umständen" nicht unterschritten werden, sondern grundsätzlich gar nicht und nur in ganz wenigen von der Rechtsprechung als zulässig erklärten Ausnahmefällen nach § 7 Abs. 3.

____________________________
Herzliche Grüße
Friedhelm Doell
Beratender Ingenieur
HOAI-Sachverständiger
www.doellconsult.de

18.06.2015 at 14:01 Uhr
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skeptiker
Level: Jr. Member
Beiträge: 6
Registriert seit: 16.12.2009
IP: Logged
icon Re: "Mindesthonorar" bei Vereinbarung von Zuschlägen

Hmmm, dann muss ich etwas weiter ausholen. Trotzdem schon einmal vielen Dank für die Antwort!

Das Honorar für separat beauftragte LP 6 - 8 (LP 1 - 4 und 5 wurden durch anderen Architekten erbracht) wurde unter unstrittiger Anwendung und konkreter Nennung der aufgeführten Parameter ermittelt und dokumentiert. Anschließend wurde nach mehrmonatiger Diskussion mit dem Bauherrn der Architektenvertrag geschlossen. Auf Wunsch des Bauherrn wurde dieser Betrag mit einer minimalen Abrundung, erheblich über dem Mindestsatz pauschaliert.

Später kam es durch Umplanungswünsche und Leistungserweiterungen des Bauherrn zu einer erheblichen Baukostensteigerung. Nach Erbringung von rd. 90 Prozent der Leistungen der LP 6 - 8 sind die anrechenbaren Kosten mittlerweile auf rd. 150 Prozent der dem Vertrage zugrunde liegenden anrechenbaren Kosten gestiegen, worauf durch den bauleitenden Architekten auch zwischenzeitlich mehrfach hingewiesen wurde. Dadurch ist das vereinbarte pauschalierte Honorar unter den für diese anrechenbaren Kosten nach der HOAI errechneten Mindestsatz gefallen und führt damit zu einer ursprünglich nicht beabsichtigten Mindestsatz-Unterschreitung - richtige Berechnung vorausgesetzt. - und so möglicherweise zu einer berechtigten Honorarnachforderung des Architekten.

Gefragt war hier nur nach dem Rechenweg, der aber schon bestätigt wurde, oder?

Mit "ausnahmsweise" ging es mir darum, dass vereinbarte Pauschalhonorare unter bestimmten Bedingungen keine Rechtswirksamkeit erreichen, oder diese verlieren können, aber eben nicht müssen. Solch ein Fall könnte hier vorliegen.

[Edited by skeptiker on 18.06.2015 at 17:08 Uhr]

18.06.2015 at 17:04 Uhr
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fdoell
Level: Moderator
Beiträge: 1828
Registriert seit: 10.01.2003
IP: Logged
icon Re: "Mindesthonorar" bei Vereinbarung von Zuschlägen

Bei wiederholten Grundleisstungen (Wiedereinstieg in Vorplanung, Entwurf und Ausführungsplanung und Änderungen daselbst) hat derjenige, der die Leistung erbringt, hiefür einen Vergütungsanspruch (Rechtsprechung zu wiederholten Grundleistungen i.V.m. § 8 Abs. 2 HOAI).

Für die Leistungsänderungen in Lph. 6-8 ist § 10 Abs. 1 einschlägig. So eine Vereinbarung kann man auf Basis der fortgrschriebenen Kostenberechnung und Belassung der sonstigen der bisherigen Pauschalierung zugrunde liegenden Randbedingungen treffen (wenn sie denn fortgeschrieben wurde) oder auch nach anderen Kritereien (z.B. durch prozentuale Erhöhung des Honorars, eine Pauschale o.ä.).

Der Text " ..ist .. durch schriftliche Vereinbarung anzupassen." bedeutet, dass dies zwingend erfolgen muss; ggf.muss die Zustimmung der AG-Seite durch einen Gerichtsbeschluss ersetzt werden.

____________________________
Herzliche Grüße
Friedhelm Doell
Beratender Ingenieur
HOAI-Sachverständiger
www.doellconsult.de

19.06.2015 at 12:45 Uhr
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