Umbauzuschlag [ https://www.hoai.de/forum/viewtopic.php?TopicID=3187 ]


dseiboth
15.04.2019 at 09:36 Uhr
Umbauzuschlag

Hallo in die Runde,

Sanierung und Erweiterung einer Schule nach HOAI 2009. Vereinbart sind im Vertrag 20% Umbauzuschlag auf 50% der Gesamtkosten aus Alt- und Neubau. Dies führt zu einem Umbauzuschlag der unter 20% liegt, weil die Altbaukosten höher waren als die Neubaukosten.
Ich habe nun den Umbauzuschlag aus dem Altbauhonorar errechnet, welches den tatsächlichen anrechenbaren Kosten entspricht und berufe mich auf HOAI 2009 § 35 Abs. 2 und die Unterschreitung des vereinbarten Satzes von 20%.
Meine Frage ist nun, ob die vertragliche Vereinbarung oder die Vorgabe § 35 für Bauen im Bestand höher zu bewerten ist.
Ich freue mich auf Beiträge.


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Dieter Seiboth
HOAI-Sachverständig
dieter@seiboth.net




fdoell
15.04.2019 at 12:46 Uhr
Re: Umbauzuschlag

Der Vertrag gilt. Denn einen Umbauzuschlag können Sie beliebig vereinbaren, auch mit 0%. Die 20%-Regelung der HOAI greift nur dann, wenn Sie gar nichts vereinbaren.

Wenn Umbau und Bestand mit einem Erweiterungsbau in einem Auftrag an einem Objekt zusammen vorkommt, macht es aber immer Sinn, einen Zuschlag zu vereinbaren. Sonst könnte ein Gericht mal auf den Gedanken kommen, den Schwerpunkt der Planungstätigkeit zu bewerten - dann gibt's entweder 20% auf alles oder 0% auf alles, was mal die eine, mal die andere Partei nicht freuen dürfte.

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Herzliche Grüße
Friedhelm Doell
Beratender Ingenieur
HOAI-Sachverständiger
www.doellconsult.de




 

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