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Erste Bauvoranfrage abgelehnt - Vertrag weiterhin gültig für neuen Anlauf? Eingrenzung LP 1-4 schriftlich?

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(@gluteus)
New Member Customer
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 1
Themenstarter  

Liebe Experten, ich hoffe, ich kann hier ein komplexe Fragestellung um Architektenvertrag und HOAI ausreichend beleuchten.
Eine erste Bauvoranfrage für einen geplanten Neubau wurde vom Bauamt zunächst abgelehnt. Eine erneute zweite Bauvoranfrage bzw Bauantrag zusammen mit einer detaillierten juristischen Begründung bietet nun Aussicht auf Erfolg.
Der Architektenvertrag für die erste Bauvoranfrage wurde mündlich abgeschlossen. Ein Mittelsatz wurde nicht explizit vereinbart, dennoch aber nach Rechnungsstellung meinerseits (aus Unwissenheit) bezahlt (auf Basis Leistungsphasen LP1-2).
Gelten nach Bearbeitung und Einreichen des zweiten Bauantrages mit allen prüffähigen Unterlagen nun automatisch die Bedingungen des ersten mündlichen Vertrages (gleiche Honorarzone aber auch wieder der Mittelsatz)?
Das Bauamt verlangt nun einen Bauantrag mit allen prüffähigen Unterlagen, um die juristischen Begründungen in den Fachabteilungen prüfen zu können (bitte fragt nicht, warum)
Gesetzt der Fall, der initiale mündl. Vertrag hat nun auch für den zweiten Anlauf Gültigkeit, sollten die bereits berechneten LP1+2 dann nicht berücksichtigt werden? Die Bauzeichnungen müssen nun angepaßt und im Detail ausgeführt werden, so wie es auch nach einer Genehmigung der ersten Bauvoranfrage in den nächsten Schritten erfolgt wäre. Maßgeblich für den zweiten Anlauf ist die juristische Ausarbeitung durch einen Fachanwalt.
Falls die abgelehnte Bauvoranfrage Nr.1 und der potentiell erfolgreiche Bauantrag Nr.2 für das gleiche Objekt unterschiedliche Architektenverträge erforderlich machen, wäre ich für eine kurze Begründung sehr dankbar. Hier müßte für Vertrag Nr.2 nach meinem Verständnis der Mittelsatz schriftl. (z.B. auch per E-Mail) fixiert werden, genauso wie eine Eingrenzung zunächst auf LP 1-4. Die LP1-2 würden dementsprechend erneut berechnet werden, obwohl der zusätzl. Aufwand des Architekten für diese beiden Phasen (und im Vergleich zu der juristischen Ausarbeitung) tendenziell eher gering ist.


   
Zitat
fdoell
(@fdoell)
Mitglied Moderator
Beigetreten: Vor 21 Jahren
Beiträge: 221
 

Es geht um dasselbe Gebäude, also ist es wohl ein Vertrag. Nach § z Abs. 1 HOAI ist ohne andere Vereinbarung in Textform immer der Basishonorarsatz maßgeblich, auch für die erste Vorplanung. Die geleistete Zahlung ist als Anzahlung auf die Gesamtvergütung anzusehen und kann bei der nächsten Abschlagsrechnung bezüglich des zu zahlenden Honorars korrigiert werden. 

Bei einer Überarbeitung sind natürlich nur die Leistungen zu berechnen, die auch ein zweites Mal notwendig sind. Nach § 8 Abs. 2 HOAI ist die Vergütung hierfür ebenfalls in Textform zu vereinbaren.

Ob sie dabei den Basishonorarsatz oder einen höheren Honorarsatz vereinbaren, liegt an Ihnen, genauso wie die Frage, welche Leistungsphasen Sie mit dem Planer vereinbaren.

Mit herzlichen Grüßen
Friedhelm Doell
ö.b.v. HOAI-Sachverständiger
doell@doellconsult.de


   
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