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Honorar für die Prüfung von Nachträgen bei der techn. Gebäudeausrüstung

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bau110
(@bau110)
New Member
Beigetreten: Vor 12 Jahren
Beiträge: 1
Themenstarter  

Hallo zusammen,

wende mich mit folgenden Problem an die Teilnehmer im Forum:

Es geht um die techn. Gebäudeausrüstung. Das Büro hat für die Prüfung von Nachträgen (einschl. Nachtragsbegründung) und deren Bauüberwachung (Bauleitung, Prüfung Aufmaß) besondere Leistungen geltend gemacht. Diese Leistungen wurden auf Stundenbasis abgerechnet.

Nun zu meiner Frage: Ist die gewählte Abrechnung in Ordnung oder wäre die Kostenberechnung für die Lph. 7 und 8 entsprechend zu erhöhen.

Die besonderen Leistungen wurden zu keiner Zeit angezeigt, obwohl dies im Vertrag vereinbart war.

 


   
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fdoell
(@fdoell)
Mitglied
Beigetreten: Vor 20 Jahren
Beiträge: 143
 

Das Prüfen und Bewerten der Notwendigkeit geänderter oder zusätzlicher Leistungen der Unternehmer und der Angemessenheit der Preise ist Grundleistung in Lph. 8. Das gilt aber nur für diejenigen Leistungen, die im Bauprogramm des Entwurfs enthalten waren oder beim Bauen im Bestand durch entsprechende Vorerkundungen bei der Ausschreibung hätten bekannt sein müssen.

Für alle anderen Leistungen ist § 10 Abs. 1 maßgeblich: wären z.B. die zusätzlichen Maßnahmen von vornherein bekannt gewesen und hätten sich damit die anrechenbaren Kosten erhöht und sind sich die Parteien darüber einig, dass das so ist, dann ist die Honorarberechnungsgrundlage anzupassen. Wie, steht - wie vieles andere Wünschenswerte - leider nicht in der HOAI, d.h. die Parteien müssen sich einigen.

Ob das nun eine Einigung dergestalt ist, dass sich die anrechenbaren Kosten erhöhen (ob welcher Leistungsphase?) oder ob eine Vergütung auf Zeithonorarbasis erfolgt (wenn man das genau abgrenzen kann), obliegt den Parteien. Die Vergütungspflicht besonderer Leistungen bedarf zumindest nach der HOAI keiner vorheriger Vereinbarung oder Anmeldung. Ob die vertraglich geforderte Anmeldung durch Wissen des Auftraggebers im Projektablauf in Verbindung mit dem rechtlichen Grundsatz des BGB, dass eine übliche Vergütung geschuldet ist, wenn eine Leistung üblicherweise nur gegen Entgelt erbracht wird,  grundsätzlich erforderlich ist, ist ein Rechtsfrage, die vom genauen Wortlaut und vom Projektgeschehen abhängt und hier auch kaum beantwortet werden kann.

Mit herzlichen Grüßen
Friedhelm Doell
ö.b.v. HOAI-Sachverständiger
do***@do**********.de


   
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